Elektrisch betrieben

Elektromobilität wird immer beliebter. Gesucht: innovative Techniken.

Die Zukunft fährt elektrisch

Die Nachfrage nach elektrisch betriebenen Fahrzeugen nimmt zu. Mit der Roadmap Elektromobilität unterstützt auch die Schweiz diese Entwicklung.

Nachhaltige Mobilität ist gefragt: Für immer mehr Autofahrer ist ein Elektromobil eine interessante Alternative. Laut dem deutschen Zentrum für Sonnenenergie- und Wasserstoff-Forschung Baden-Württemberg (ZSW) gab es Anfang 2019 weltweit 5,6 Mio. Elektromobile. Das ist im Vergleich zum Vorjahr ein Anstieg von 64 Prozent. China ist mit 2,6 Mio. Elektromobilen weiterhin führend. Im europäischen Vergleich ist Norwegen mit über 298000 elektrisch betriebenen Fahrzeugen in der Spitzenposition. Nach Angaben des Bundesamtes für Strassen fuhren 2018 in der Schweiz knapp 20000 Autos mit rein elektrischem Antrieb.

Einen erheblichen Anteil am Aufschwung der Elektromobilität hatte Elon Musk durch die Gründung von Tesla. Mit rund 234000 Neuzulassungen war der Hersteller 2018 in diesem Bereich führend.

Hohe Investitionen für Kunden

Die Akzeptanz der Bevölkerung für Elektromobilität ist erkennbar, doch viele Kunden scheuen aufgrund der Kosten den Wechsel vom Verbrennungsmotor zum Elektroantrieb. Claudio Pfister, Leiter Fachgesellschaft e’mobile stellt fest: «Für Normalverbraucher ist effiziente Mobilität heute noch mit höheren Investitionen verbunden. Für den, der rechnet ist hingegen klar, dass über den Lebenszyklus eines konventionellen Autos (100’000 bis 200000 km), Treibstoffkosten von 10000 bis 40000 Franken anfallen.» Regelmässige Wartungskosten sind darin noch nicht enthalten.

Pfister prophezeit daher, dass ähnlich wie beim Umstieg von Ölheizung auf Wärmepumpe auch die Schweiz dem globalen Trend zur effizienteren Elektromobilität folgen wird.

Roadmap Elektromobilität

Die Roadmap Elektromobilität, womit die Schweiz den Anteil neuzugelassener Elektrofahrzeuge bis 2022 auf 15 Prozent steigern möchte, ist dafür ein Indiz. Als Massnahmen zur Umsetzung dieses Zieles nennt die Roadmap unter anderem die Schaffung von Lademöglichkeiten in Gebäuden, den Aufbau eines nationalen Schnellladenetzes für Elektromobile sowie die Ausbildung von qualifiziertem Fachpersonal.

Im Januar 2019 startete die Umsetzung der Roadmap. Am Schweizer Kongress Elektromobilität im September 2019 sollen aktuelle Fortschritte präsentiert werden.

Ein von EnergieSchweiz veröffentlichter «Handlungsleitfaden mit Praxisbeispielen» bietet zudem konkrete Massnahmenvorschläge und Praxisbeispiele, um Städte sowie Gemeinden zur Förderung von Elektromobilität zu animieren. Der Leitfaden deckt unter anderem die Bereiche Planung, Beratung und Infrastruktur ab. Darüber hinaus arbeitet der Schweizerische Ingenieur- und Architektenverein am SIA-Merkblatt 2060, in dem unter anderem energetische Anforderungen, Systemaufbauten und Ausstattungen von Ladestationen aufgezeigt werden sollen.

Intensive Entwicklung von Ladetechniken

Besonders kabelfreie Ladesysteme für Elektromobile könnten die Fahrzeugsparte noch beliebter machen – sie erhöhen den Komfort und die Sicherheit beträchtlich. Als erster Wissenschaftler beschäftigte sich Nikola Tesla um 1900 mit der drahtlosen, kontaktlosen Energieübertragung und half nebenbei dem gleichnamigen Elektromobilhersteller bei der Namensfindung. Tesla erkannte, dass sich Strom über ein magnetisches Feld von einer Spule auf eine zweite Spule übertragen lässt, die nicht an den gleichen Stromkreis angeschlossen ist. Diese Technik wird heute bereits bei Zahnbürsten, Induktionsherden oder Mobiltelefonen eingesetzt. Autohersteller arbeiten derzeit an marktreifen Varianten für Elektromobile.

Strom selber erzeugen

Auch bei herkömmlichen Ladestationen fürs Eigenheim geht die Entwicklung weiter. Sie unterscheiden sich nicht mehr nur in der Ladeleistung und dem Steckertyp. Mit der Anbindung an die Photovoltaikanlage auf dem Dach können Hausbesitzer einen Teil des benötigten Stroms selbst erzeugen – kostengünstig und umweltfreundlich. Mit einem Lastmanagementsystem kann der Ladevorgang auf den Betrieb von Verbrauchern wie Wärmepumpe, Boiler oder Waschmaschine abgestimmt werden. So erhöht sich der Eigenverbrauch, was sich bei sinkenden Einspeisevergütungen zusätzlich lohnt. Die Installation der Ladestation und die Anbindung der PV-Anlage sollte ein qualifizierter Elektroinstallateur vornehmen, der sich mit Normen und Anforderungen für den Anschluss von Ladestationen auskennt. Vor allem bei älteren Gebäuden muss die Elektroinstallation geprüft werden. Nur so ist das Laden bei voller Leistung auch über mehrere Stunden hinweg sicher.

Verteilung der Treibstoffarten bei Personenwagen ab 2010

Quelle: MOFIS-Datenbank, Bundesamt für Strassen (ASTRA)

Marktübersicht 2018 (Quelle: Electrosuisse)

Die neue Marktübersicht von e'mobile führt Personenwagen mit maximal 3,5 t Leergewicht auf, die in der Energieeffizienzkategorie A eingestuft sind und höchstens 95g CO2 pro Kilometer ausstossen. Gezeigt werden die technischen Daten jeweils für die Version mit dem tiefsten Preis und bei gleichem Preis für jene mit den tiefsten CO2-Emissionen.

Umfrage zur Energiezukunft der Schweiz

Das «8. Kundenbarometer erneuerbare Energien» der Universität St. Gallen und Raiffeisen enthält auch Umfragen zur Elektromobilität.  

Handlungsleitfaden

Der «Handlungsleitfaden mit Praxisbeispielen» von EnergieSchweiz.

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