Elektrosicherheit

Wie man zu Hause einen unfallfreien Umgang mit Strom sicherstellt

So fliesst der Strom in den richtigen Bahnen

Strom ist aus unserem Leben nicht wegzudenken. Doch so unerlässlich er ist, so sehr verlangt Strom nach einem sachgemässen Umgang, damit Unfälle vermieden werden können.

Die Netzspannung in Schweizer Haushalten beträgt 230 Volt. Sie ist hoch genug, um bei einem Stromschlag im schlimmsten Fall tödlich zu sein. Die Gefahr für Menschen wird umso grösser, je stärker die Berührungsströme sind und je länger man diesen Strömen ausgesetzt ist. Bereits eine Stromstärke von 50 Milliampère (mA), wie sie etwa durch eine Halogenlampe fliesst, genügt, um Herzkammerflimmern zu verursachen. Die tatsächlich auf den Menschen einwirkende Stromstärke hängt jedoch vom elektrischen Widerstand ab, den der Strom im menschlichen Körper überwinden muss. Dieser wiederum ist abhängig vom Weg des Stroms (Hand-Hand oder Hand-Fuss) sowie von äusseren Umständen wie Kontakt mit der Erde, Nässe, Beschaffenheit von Kleidung, Schuhen usw. Bei Spannungen unter 50 Volt wird in der Regel keine für den Menschen gefährliche Stromstärke im Körper erzeugt.

Die unter Strom stehenden Leitungen im Haushalt werden durch Sicherungen vor übermässig starken Strömen geschützt. Die Sicherung unterbricht den Stromfluss, sobald über eine bestimmte Zeitdauer der für die Leitung zulässige Nennstrom überschritten wird. Sicherungen schützen also die Leitungen vor Überlastung bzw. Kurzschlüssen, nicht aber den Menschen. Wenn wir etwa eine blanke Leitung berühren, werden wir selbst zu einem Stromverbraucher wie Bügeleisen oder Waschmaschine. In diesem Fall hilft ein spezieller Schutzschalter.

Der FI-Schutzschalter rettet Leben

Um beim Umgang mit Elektrizität Unfällen vorzubeugen, gilt es vor allem, das Augenmerk auf fehlgeleitete Ströme zu richten. Diese treten auf, wenn ein Gerät defekt ist, eine Abdeckung fehlt oder die Stromleitungen eine mangelhafte Isolation aufweisen. Diese Gefahren können zusätzlich durch Unachtsamkeit oder eine ungünstige Umgebung verschärft werden – etwa, wenn man im Bad Arbeiten an der Elektroinstallation durchführt und dabei auf nassem Untergrund steht. Einen guten Schutz vor Stromschlägen bieten sogenannte Fehlerstromschutzschalter (kurz: FI-Schutzschalter). Diese kontrollieren in einem Schaltkreis, ob zu- und abfliessende Ströme ausbalanciert sind. Trifft dies nicht zu, so bedeutet das, dass Strom zum Beispiel durch den Körper eines Menschen fliesst. FI-Schutzschalter sind äusserst empfindlich und schnell: Sie schalten die defekte Leitung bereits bei sehr tiefen Werten des fehlgeleiteten Stroms ab, und dies bereits innerhalb von wenigen Hundertstelsekunden. Das ist deutlich schneller als das Reaktionsvermögen des Menschen. FI-Schalter können also Leben retten. Deren Einbau ist in Neubauten in der Schweiz gemäss der Niederspannungs-Installationsverordnung Pflicht. Auch in bestehenden Häusern sind FI-Schutzschalter zu empfehlen. Ein Elektriker sollte dann mit der Installation beauftragt werden.

Achtung Brandgefahr!

Ein wichtiger Aspekt der Elektrosicherheit in den eigenen vier Wänden liegt in der Vorbeugung von Bränden. Ein Brand kann zum Beispiel entstehen, wenn sich defekte Leitungen oder Geräte überhitzen. Statistiken zeigen, dass Elektrizität hinter rund einem Viertel der Schäden steckt, die durch Brände verursacht werden. Gute Kenntnisse der häufigsten Gefahrenquellen und ein wachsames Auge für Unfallrisiken sind in dieser Hinsicht wichtige Voraussetzungen für eine wirksame Prävention. Dazu gehört auch die regelmässige Prüfung von Steckdosen, Schaltern, Elektrogeräten und Sicherungen durch einen qualifizierten Elektrofachmann. Der so erbrachte, gesetzlich vorgeschriebene Sicherheitsnachweis (SiNA) ist Bestandteil der Niederspannungs-Installationsverordnung. Dessen Durchführung liegt in der Verantwortung des Hauseigentümers.

Rauchmelder als zusätzliche Sicherheitsbarriere

Auch wenn das einwandfreie Funktionieren von Elektrogeräten und Installationen sorgfältig überprüft worden ist, kann es gelegentlich vorkommen, dass ein übersehener Defekt einen Brand auslöst. Für solche Fälle lohnt es sich, als zusätzliche Sicherheitsvorkehrung Rauchmelder in den Wohnräumen zu platzieren.  Vor allem während der Nachtruhe sind unsere Sinneswahrnehmungen deutlich gedämpft, sodass etwa Rauch unbemerkt bleiben kann. Hat man sich aber eine «elektronische Nase» zugelegt, kann diese uns im Brandfall aus dem Schlaf holen und Schlimmeres verhindern. 

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