Kommunikation

Signalübermittlung im Eigenheim – Auswahlkriterien

Draht und Funk clever kombinieren

Für viele Hausbesitzer ist Funk eine Alternative, wenn es um Verbindungen mit kleinen Datenchargen geht. Doch Kabel haben für viele Anwendungen entscheidende Vorteile.

Endlich Feierabend – Musik starten und Licht einschalten. Mittels zweier Tasten lässt sich eine angenehme Stimmung verbreiten. Immer häufiger läuft dies über Fernbedienung – per Funk. Tatsächlich sind Leitungen kaum zu rechtfertigen, wenn es um die Übermittlung von kurzen Befehlen geht. Denn das Signal «Licht ein» ist höchstens eine Millisekunde unterwegs, und das zwei- oder dreimal pro Tag.

Reichweite 300 Meter

Für viele Hauseigentümer sind diese extrem kurzen Sendezeiten ein Grund, auf Funk zu setzen. Damit wird jene Technik im Wohnraum alltäglich, die seit Jahren zum Öffnen der Garage oder für das Babyphone genutzt wird. Für diese Funkverbindungen sind Frequenzen von 434 oder 868 Megahertz üblich. Ihre Reichweite im freien Raum liegt bei 300 Meter - genug, um auch von einem grossen Garten aus die Sonnenstoren zu betätigen. Wände und Decken bilden aber Hindernisse, sodass innerhalb des Hauses Signale nur über die halbe Distanz sicher ankommen.

Batterien nicht vergessen

Viele über Funk verbundene Komponenten wie Sensoren sind nicht am 230-Volt-Netz angeschlossen. Der Motor für den Sonnenstoren dagegen nutzt das Stromnetz, der dazugehörige Schalter braucht deshalb nicht zwingend eine Batterie. Auch wenn sich die Nutzungsdauer der Batterien in den letzten Jahren verlängert hat - der Ersatz der Stromspeicher bleibt ein Dauerthema.

Vorteile mit Drähten

Die drahtgebundene Signalübermittlung hat auch viele Vorteile, vor allem mit Kabeln einer höheren Leistungskategorie. Zudem schützt ein Metallmantel die Signale vor Störungen. Gerät der metallene Mantel unter Spannung, wird er aber zu Gefahr. Deshalb sind Kommunikationsleitungen mit 230-Volt-Kabeln im gleichen Installationsrohr nicht zulässig. Dieses Risiko besteht bei Glasfasernetzen nicht, weil diese optischen Fasern mit Kunststoff ummantelt sind. Glasfasern übermitteln Lichtimpulse, stören also elektrische Signale nicht. Im Fachjargon nennt sich die Glasfaser «Plastic Optical Fibre» (POF).

Weniger geeignet für private Haushalte ist die Signalübertragung über das 230-Volt-Netz. Störungen sind nicht auszuschliessen, vor allem bei mehreren Nutzern am gleichen Strang. Trotzdem «schwören» viele Wohnungsnutzer auf dieses sogenannte Powerline, weil die Leitungsinstallation schon besteht und nur geringe Zusatzinstallationen notwendig sind. Die Technik erinnert an das Ringsignal, das manchenorts von Elektrizitätswerken zur Steuerung des Elektroboilers eingesetzt wird. Am späten Vormittag, wenn viele Kochherde eingeschaltet werden, trennt das Ringsignal den Boiler vom Netz.  

Kupferkabel nach wie vor weit verbreitet

Wenn Drahtverbindungen im privaten Haushalt bestehen, dann sind es häufig Ethernet-Verbindungen, also Kupferkabel. In älteren Gebäuden ergeben sich daraus in der Regel gemischte Lösungen, indem Daten über das öffentliche Glasfasernetz ins Haus kommen. Vom Hausanschluss bis zu den Multimedia-Dosen in den Zimmern sind es Kupferkabel. Innerhalb des Zimmers erfolgt die Signalverbindung per Funk, beispielsweise für die Beleuchtung, Sonnenstoren und Unterhaltungsgeräte. Mit dieser Kombination lassen sich Flexibilität für allfällige Änderungen oder Erweiterungen sowie Betriebssicherheit kombinieren.

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