Berechtigte Sicherheitsbedenken

Daten schützen und Onlinerisiken mindern

Sicherheit bedenken

Das Internet ist fester Bestandteil des Alltags. Durch zunehmende Vernetzung steigen auch Sicherheitsrisiken. Angemessene Anwendungen und Sicherheitskonfigurationen schützen.

Onlinerisiken nehmen tendenziell zu. Dennoch bleibt das Verhalten vieler Internetnutzer sorglos. Dabei schützen bereits einfache Anwendungen wesentlich vor Datendiebstahl. Die Ende-zu-Ende-Verschlüsselung beispielsweise schützt Textnachrichten auf Mobilfunkgeräten. Sie kodiert die Daten auf Senderseite und entschlüsselt diese nach der Übertragung beim Empfänger. Während WhatsApp diese erst nachträglich implementierte (April 2016), basieren Messenger wie Signal und Threema auf dieser Verschlüsselungstechnik und nutzen zusätzlich eine anonyme ID. Der Schweizer Dienst Threema ist für die einmalige Gebühr von 3 Franken erhältlich. Gratisdienstleistungen bezahlt man hingegen oftmals mit persönlichen Daten. Nach wie vor wählen Anwender häufig den unter Freunden und Verwandten gebräuchlichsten Dienst und selten anhand von Sicherheitskriterien. Dabei genügt oft ein Blick auf den Funktionsumfang des gewählten Programms. Nach der Installation liefern die Datenschutzeinstellungen weitere Erkenntnisse zur Sicherheit der privaten Daten. Kryptographieprogramme wie pEp oder GnuPG schützen die Privatsphäre beim Versenden von E-Mails.

Wohl des Kindes

Kinder und Jugendliche bewegen sich oft früh ohne Begleitung im Netz. Sie vor Gefahren wie Datenmissbrauch, Sexting sowie Internet- und Computerspielsucht zu warnen und zu schützen ist Sache der Eltern. Filterprogramme blockieren unter anderem den Zugriff auf pornografische und gewaltverherrlichende Websites. Sie können auf dem Computer oder häufig bereits beim Provider eingerichtet werden. Auch in Internetbrowsern und Betriebssystemen lassen sich entsprechende Filter aktivieren. Im individuellen Benutzerkonto für den Nachwuchs können zudem Sicherheitseinstellungen kinderleicht konfiguriert werden. 

Richtig kennwortgeschützt

Passwörter schützen Daten und Postfächer vor unerlaubten Zugriffen. Darüber, wie sich ein sicheres Passwort zusammensetzt, gehen die Meinungen auseinander. Die unter anderem für Technologiestandards zuständige US-Behörde National Institute of Standards and Technology (NIST) hat daher neue Vorgaben entwickelt, die bei der Auswahl persönlicher Kennwörter helfen sollen, und bricht darin mit gängigen Annahmen. Sonderzeichen und vereinzelte Grossbuchstaben schützen demnach gegen neueste Programme und Algorithmen von Hackern nur unzureichend. Stattdessen sollten Internetnutzer lange Kennwörter verwenden. Das Sicherheitsniveau von Passwörtern erhöht sich bereits ab 12 Zeichen deutlich. Vorsicht hingegen vor dem Einheitspasswort, das nach ungewolltem Entwenden Zugang aller zugehörigen Anwendungen erlaubt. Auch der regelmässige Wechsel des Passwortes ist überholt. Ein gut durchdachtes Passwort ist deutlich effektiver und langfristig nutzbar.

Smart Home im Trend

Als Lösungen für das vernetzte Zuhause stehen Verbrauchern in sich geschlossene Systeme oder beispielsweise der etablierte KNX-Standard zur Auswahl. Mehrere Komponenten können nach Belieben eingebunden und erweitert werden. Hinsichtlich der Bedienung lassen sich diverse bereits vorinstallierte Szenen auswählen und nach Belieben den individuellen Bedürfnissen anpassen. Damit keine nutzerrelevanten Daten an den Hersteller gelangen, sollten deshalb die Datenschutzeinstellungen internetfähiger Geräte bereits nach der Inbetriebnahme angepasst werden. Denn gewiss ist, dass Sensibilisierung im Umgang mit digitaler und smarter Technik zum Sicherheitsverständnis beiträgt.

Sichere Passwörter erstellen

Das National Institute of Standards and Technology (NIST) veröffentlichte kürzlich neue Vorgaben zur Erzeugung von Passwörtern und räumte dabei mit allgemein gängigen Annahmen auf.

Sicherheit und Nachhaltigkeit von private messaging

Im Beitrag zur Sicherheit und Nachhaltigkeit von Kommunikationsprogrammen hat die Organisation Digitale Gesellschaft gängige und unbekannte Programme auf Sicherheitskriterien überprüft. Hier geht es zum Beitrag und zur Einstufung der verschiedenen Anwendungen.

Tipps zur IT-Sicherheit

Das Fachmagazin t3n rät, bei der digitalen Sicherheit zusätzlich auf folgende Punkte zu achten:

  • Aktuelles Betriebssystem verwenden und Updates einspielen
  • Passwort-Manager einsetzen
  • Regelmässige Backups
  • Skepsis bei Email-Anhängen 

Anleitung zur digitalen Selbstverteidigung

Seit dem 1. September gilt das neue Nachrichtendienstgesetz (NDG) in der Schweiz, was dem Schweizer Geheimdienst das umfassende Abhören und Durchsuchen der Internetkommunikation erlaubt. Zusammen mit WOZ und dem Chaos Computer Club Schweiz (CCC-CH) hat die Digitale Gesellschaft einen Ratgeber zur digitalen Selbstverteidigung entwickelt.

Schutz im Internet

Die Schweizer Kriminalprävention bietet neben Ratgebern zum Schutz des Gebäudes auch eine Reihe von Broschüren zur Sicherheit im Internet.

Vernetzung bringt eine neue Qualität ins Wohnhaus

Die Wahl zwischen Funk- und Drahtverbindungen ist entscheidend für den Installationsaufwand

Jetzt lesen

Alle News und Tipps bequem nach Hause mit unserem Newsletter:

Abonnieren Sie sich jetzt.

Persönliche Beratung in Ihrer Nähe.

oder